Ein etwas anderer Nachruf auf Peres

abseits vom mainstream - heplev

Ulrich W. Sahm (direkt vom Autor)

Schimon Peres war nicht nur der „unverbesserliche Optimist“ und der Träger des Friedensnobelpreises zusammen mit Jitzhak Rabin und Jassir Arafat. Erwähnt wird stets, dass Peres der „Vater der israelischen Atombombe“ sei. Tatsächlich hat er mit französischer Hilfe die „Textilfabrik“ bei Dimona errichtet – wie Staatsgründer David Ben Gurion den Atomreaktor bezeichnete.

Vergessen ist, dass Peres ein politischer Falke war und deshalb als „Vater der Siedlungspolitik“ in die Geschichte eingehen sollte. Er hat die hochqualifizierte israelische Militärindustrie aus dem Boden gestampft, heute einer der Motoren der Wirtschaft. Aus ihr ist die erfolgreiche Start-up Industrie hervorgegangen.

Im Ausland weniger bekannt war sein politischer Kunstgriff, die Inflationsrate von über 400% zu bändigen. So hatte er Israels Wirtschaft vor ihrem Untergang bewahrt. Seine politischen Niederlagen in seiner langen Karriere hatte er teilweise selber verschuldet. Er verlor 1996 die Wahlen an Benjamin Netanjahu wegen einem verfehlten Bombardement im libanesischen…

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Heute auf ARTE: Siedlerdoku

Ich, die Siedlerin | Eine jüdische Stimme aus Judäa

​Heute um 20.15 Uhr (deutsche Zeit) wird auf ARTE der erste Teil der israelischen Doku „Die Siedler der Westbank“ von Shimon Dotan gezeigt. Ich lade euch dazu ein, sich den Film anzuschauen und eure Meinung dazu abzugeben; selbst werde auch ich zeitnah eine kurze Rezension dazu verfassen.

Link dazu bei ARTE:Hier klicken

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Burkini und Schwimmflügel

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Als ich zum ersten Mal einen Burkini sah wusste ich nicht, ob ich lachen oder den Kopf schütteln sollte. Da man aber beides aus Respekt vor anderen Kulturen nicht tut, riss ich mich zusammen. Es war auch gar nicht so sehr der Burkini, denn mit dem hatte ich mich schnell angefreundet, sondern dass, was sich drumherum abspielte. Ich senkte also schmunzelnd den Kopf und beobachtete das bizarr amüsante Schauspiel über den Rand meiner Sonnenbrille hinweg.

Was soll man auch sonst an einem kleinen, gemütlichen Strand am roten Meer gegenüber von Akaba tun? Genau dasselbe, was man tut, wenn man in einem Straßencafé sitzt und seinen Latte Macchiato schlürft: Man beäugt andere Leute, zerlegt sie ganz sorgfältig mit Blicken und kritisiert sie nach völlig idiotischen Kriterien. Natürlich nur mit sich selber – obwohl mancher auch das nicht zugeben wird – denn es wäre viel zu peinlich seine eigene Oberflächlichkeit offen an den Tag zu legen, auch wenn diese nur temporär ist. Man ist ja schließlich ein aufgeschlossener Mensch. Man respektiert Andere, auch wenn sie sich noch so lächerlich kleiden, hoffnungslosen Unsinn daher faseln oder ekelerregend benehmen. Aber dann ist da diese respektlose Stimme, die sich bei Langeweile doch im Kopf laut macht und ihren Spaß haben will. Und zwar mit Allen, die den Fehler machen einem vor die Augen zu kommen.

Hier an unserem Stamm-Strändchen in Eilat sass ich also unter einem riesigen Sonnenhut versteckt, damit niemand sieht, wie ich mich für meine kreideweiße Haut schäme. Mich kann man am Strand leicht finden, einfach den weißesten Fleck mit grosser Sonnenbrille suchen. Oder eine, die sich auf allen Vieren aus dem Wasser tastet. Ohne Brille bin ich ein Chaos. Ich setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen, um nicht über halbnackte Körper und offene Badetaschen zu stolpern, wenn ich meinen eigenen Liegestuhl aufzufinden versuche. Zum Glück lässt mich Nuun nie aus den Augen. Nicht, weil er sich Sorgen um mich macht – das braucht er nicht, schließlich bin ich lange genug auch ohne ihn klar gekommen – sondern damit er was zu Lachen hat. Nur im Wasser falle ich nicht auf, denn schwimmen kann ich.

An diesem Tag versteckte ich mich wohl auch vor der roten Armee. Diese hatte sich nämlich genau neben uns platziert. Ein General in Oma-Camouflage stand breitbeinig mit den Händen in den Hüften mittten auf dem Starnd. Sie spähte in Richtung Straße und überwachte die Zugänge zum Strand, als erwarte sie den Einmarsch ukrainischer Truppen. Ihr Gefolge war etwas gelassener. Der dazugehörige Opa schaute verträumt ins Meer. Vielleicht berechnete er die Entfernung zum jordanischen Ufer, während er sich an seine jugendliche Stärk erinnerte, als er dem General zu imponieren versuchte, bevor er sich ihr unterwarf. Aber in Jordanien gibt es keinen Wodka, also ist das Hinüberschwimmen sowieso außer Frage.

Endlich ein Lichtblick, das Gesicht der Oberbefehlshaberin leuchtete auf. Hoffnung auf eine rosige Zukunft! Sogar die bisher schrille Stimme erweichte, als ihr das Enkelchen in die Arme gereicht wurde. Jetzt war alles gut. Die Ballerina-Mama des Kleinen betrachtete mit hochgezogenen Augenbrauen und gespitzten Lippen den Strand und ihre Liegestuhlnachbarn. Sie war genauso weiß wie ich, bewegte sich aber mit einer zierlichen Eleganz, die mich ganz und gar zum Maulwurf degradierte. Aber vielleicht kam mir das nur so vor, weil sie auf Zehenspitzen um die Strandlieger herum-pirouettierte um sich nicht zu beschmutzen. Der Papa schaute sich emsig und schlitzäugig um. Ja, auch die russische Mafia fehlte hier nicht. Jetzt war das Bild vollkommen.

Hinter uns hingen zwei junge Typen auf gepolsterten Bänken. Gelegentlich hörte man sie kichern oder grunzen. Ihre Unterhaltung beschränkte sich auf Ausrufe wie -„Geil! Das ist einer der Lustigsten!“ – „Die is‘ voll krass“ – „Haste den gesehen?“ – „Ey, schick mir das mal“. Eine typische Smartphone-Konversation also. Man chattet, shared, redet, kommuniziert auf allen möglichen Wegen, gleichzeitig mit Anwesenden und Leuten, die irgendwo auf dem Globus irgendetwas machen. Man ist mit allen verbunden, weiß über alle Bescheid, gibt überall seinen Senf hinzu. Nur eins tut man nicht: man schaut sich nicht in die Augen. Den ganzen Tag besetzten die Beiden diese Bänke, bis die Batterien leer waren. Dann hebten sie die Köpfe und suchten Anschluss – einen elektrischen Anschluss natürlich.

Der vordere Teil des Strandes war von einer Sippe belagert. Es sah aus, wie ein Pfadfindercamp, voller Krimskrams, den irgendjemand vorsichtshalber eingepackt hatte und niemand konnte sich jetzt vor Ort genau daran erinnern, warum eigentlich. Die Sippen-Herren liessen abwechselnd ihre Brüste schwellen und waren auch sonst damit beschäftigt sich pfauartig zu gebären. Den Müttern war es überlassen sich um die vielen Sprösslinge zu kümmern. Solange jedenfalls, bis eine von ihnen so laut herumkeifte, dass der dazugehörige Papa sich verpflichtet fühlte zu zeigen, wer hier das Sagen hat. Das endete normalerweise mit einem riesen Eis für das Kind und einem blauen Auge für das Egos des Vaters.

Überhaupt haben die Männer es schwer, an diesem steinigen Strand. Man kann hier nicht schneidig und geschmeidig in die Brandung laufen, wie es sich für einen maskulinen Gym-Gänger gehört – Und die israelischen Männer lieben diese Bodybuilder Pose ganz besonders. Sobald die Flipflops abgestriffen sind, sehen alle aus wie ängstliche alte Hunde, denen man das Männchen-Machen beizubringen versucht oder wie kranke Hühner.

Die orientalisch belegte Seite des Strandes sorgte so für mehr Unterhaltung, als die etwas stillere, bleichhäutige russische Seite. Eines hatten sie aber alle gemeinsam, nämlich diesen Aufschrei: „Dagim!!!! Ima, Dagim!“ Ima heißt Mama und Dagim sind Fische. Alle paar Minuten wurde wieder ein anderes Kind (und nicht nur Kinder) davon überrascht, dass man in diesem kristallklaren Wasser, was von Tauchern aus aller Welt besucht wird, tatsächlich Fische sehen kann. Begeistert musste es diese Erkenntnis sofort mit allen Anwesenden lauthals teilen, auch wenn diese Tatsache schon zwanzig Mal in der letzten Stunde bekannt gegeben worden war. Und dann gab es solche, die wegen dieser kleinen, sanften, bunten schwimmenden Kreaturen in Panik gerieten. Da sie aber aufgrund des steinigen Bodens nicht einfach schnell weglaufen konnten, war das oft der Anfang einer herzzerreißenden Arie. Diese wurde irgendwann von einem heldenhaften Vater beruhigt. Heldenhaft deshalb, weil er es schaffte sich vor dem kranken Huhn Auftritt zu drücken, indem er seine Frau davon überzeugte, dass sie die beste Mutter der Welt sei und deshalb nur sie mit ihren mütterlichen Gaben das Kind aus seiner Misere retten könne.

Sie sind wirklich gute Mütter, das muss man ihnen lassen. Den Kindern fehlte es an nichts. Das halbe Kinderzimmer hatten die Mamis ausgeräumt und für den Strandbesuch eingepackt. Nicht zu vergessen die taschenweise Leckereien, damit die Kinderchen auch ja nicht verhungerten: Wassermelonen, Weintrauben, belegte Brötchen, Kibbeh, Schnitzel, Burekas, Hummus, Milky, Kartoffelchips, Bamba,…. All das und noch mehr hatten die besorgten Mamis hergeschleppt, um dann ihren kleinen Nörglern Pommes und Eis am Kiosk zu kaufen.

Und dann passierte es. Ein undefiniertes Lärmen begann und nahm allmählich zu. Etwas Dunkles näherte sich vom Parkplatz her auf unseren bislang relativ behaglichen Liegeplatz zu und drohte das Unterhaltungsprogramm zu stören. Besorgt wanden wir uns vom Meer ab und blickten schräg über unsere Schultern nach hinten. Die Limonana blieb in den Strohalmen stecken als sich unsere Münder unwillkürlich öffneten. Araber. Nicht ein Araber, sondern gleich ein ganzes Dorf. Wie ein Bienenschwarm flogen sie ein und ließen sich auf einem Stück Strand, das noch relativ frei war, nieder. Wenn ich mit meinen deutschen Maßstäben den bisherigen Lärmpegel als leichte Unruhe empfunden hatte, so musste ich jetzt meine Toleranzgrenze um einiges erweitern.

Die Männer und Kinder waren gleich in Badehosen erschienen. Aus den Taschen, die sie scheinbar wahllos irgendwo fallen liessen, begannen sie Schnorchel und Taucherbrillen herauszuwühlen. Alles andere wurde achtlos im Sand oder auf Stühlen liegen gelassen. Sie waren gekommen, um, wie alle anderen Touristen, die Korallen und Fische zu bewundern. „Ima, Dagim!!!“ jetzt nicht nur auf Hebräisch und Russisch, sondern auch auf Arabisch. Was aber würden die in schwarz verhüllten Damen tun, während sich ihre Männer amüsierten?

Ich zog meinen Sonnenhut etwas tiefer ins Gesicht, damit ich sie aus den Augenwinkeln besser beobachten konnte. Zu meinem großen Erstaunen fingen die jungen Frauen ganz natürlich an ihre Gewänder aufzuknöpfen. Unvorstellbar. Sie würden sich entkleiden. Meine Neugierde wuchs. Was verbirgt sich unter dem Gewand einer muslimischen Frau? Ja, sogar ein gewisses Excitement überkam mich. Aber was erwartete ich eigentlich? Vielleicht das muslimische Frauen eine andere Hautfarbe haben oder mit Fell überwachsen sind oder vielleicht einen dritten Busen haben oder sich gar herausstellen würde, dass sich unter der Verhüllung der Körper eines außerirdischen Wesens versteckte? Was? Warum die Aufregung? Ich zwang mich zur Vernunft.

Das Entkleiden war von einer Mischung aus lautem Gelächter und zickigen Streitereien begleitet. Sie waren wahrscheinlich noch aufgeregter als ich. Und dann die Enttäuschung. Unter dem schwarzen Überhang noch ein schwarzer Überhang. Die Spannung stieg trotzdem. Unter der Kopfbedeckung noch eine Kopfbedeckung. Es war wie in einer Magier-Show. Die jüngeren Frauen blieben am Ende von Kopf bis Fuß mit einem nicht ganz engen Kleidungsschtück bedeckt, dass eine Art Rock hatte. Das basic black war mit türkis oder rosa dekoriert, was diese Kleidungsstücke als Badekostüme definierte. Sagen wir, es sah aus wie ein langärmliger Alte-Damen-Badeanzug mit Beinen und Kapuze aus Shrink-Nylon. Bei den älteren Frauen dauerte es etwas länger, bis sie sich dazu durchgerungen hatten ihr äusseres Gewand abzulegen. Was sie darunter trugen war für das ungeübte Auge nicht von ihrer Nicht-Badebekleidung zu unterscheiden. Also auch für mich nicht. Wichtig ist, dass Sie alle nach muslimischen Bestimmungen koscher gekleidet ihren Strand-Spass hatten. Also, keusch meine ich. Nee, auch nicht das richtige Wort.

Eigentlich gar nicht so schlecht, diese Verpackung. Ich kann mir eine ganze Menge Frauen vorsrellen, die sich in so einem Ding erheblich freier am Strand bewegen würden, und die sind weder muslimisch, noch religiös. Auch für den Rest der Anwesenden wäre das in einigen Fällen angenehmer.

Die arabischen Frauen verstandes es, auch ohne sich mit Sonnenoel einreiben zu lassen oder ihre entblößten Gesäßhälften zur Schau zu stellen viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie lachten viel, redeten noch mehr, rannten wirr hin und her, lachten sich gegenseitig aus, riefen zu ihren Mänern, schimpften mit ihren Kindern. Immer wieder gruben sie in Taschen herum, als suchten sie etwas Lebensrettendes und immer wieder zauberten sie da etwas Neues heraus. Als nächstes waren Schwimmflügel und riesige Schwimmreifen an der Reihe. Wieder ein mysteriöses Rätsel. Jetzt, wo die Kinder und Jugendlichen sich schon alle in den Fluten tobten und nacheinander „Ima, Dagim!!!“ geschrien hatten fiel den Müttern ein, dass sie vielleicht nicht schwimmen können? Aber nein, die ältere Dame im langen schwarzen Schwimm-Mantel nahm den großen Reifen selber. Zusammen mit einer anderen Oma oder Tante oder Gross-Cousine liefen sie dann zum Wasser, wobei sie eher wie zwei pubertäre Mädels anmuteten, mit all dem Gekichere und Gestolpere. Sie blieben jauchzend im hüfttiefen Wasser der ersten Meter und schienen sich köstlich zu amüsieren. Oder sie waren hysterisch ängstlich, das konnte man genauso wenig unterscheiden wie ihre Badebekleidung von der normalen. Wahrscheinlich waren sie beides.

Den kleinen, knall-orangenen Schwimmflügeln nahm sich ein Opa an – oder vielleich gar der Stammvater selber, denn er schien sich selber sehr wichtig zu nehmen. Nachdem er sie sorgfältig aufgeblasen hatte, versuchte er sie mit aller Kraft auf seine eigenen Arme zu stülpen. Er muss um die 60 gewesen sein und ich bewunderte ihn allein deshalb, weil ihm das Ganze nicht peinlich war. Er kümmerte sich um niemanden, obwohl es zumindest uns schwer fiel, das Lachen zu unterdrücken. Dann bat er eine der Frauen, die ihn auch sehr ernst nahm, um Hilfe. Sie hatte wohl etwas mehr Erfahrung mit diesem Schwimm-Utensil. Für diese schien es eine ehrenhafte Aufgabe, die sie mit seriöser Miene gewissenhaft auszuführen anstrebte. Erst wies er ihre Anweisung despotisch ab, dann zottelte er an den Flügelchen herum, bis er sie von den Armen runter hatte und drückte sie ihr in die Hand. Die verantwortungsvolle Frau lies ein wenig Luft heraus und gab sie dem Auftraggeber zurück. Ein zweiter Versuch. Dieser war erfolgreich. Mit ernstem Gesicht spazierte der ältere Herr mit gehobenem Kopf in Badehose und leuchtend orangen Schwimmflügeln ins Wasser hinein. Wahrscheinlich hatte er auch eine Taucherbrille und Schnorchel dabei, aber ich war so fasziniert von den Schwimmflügeln, dass ich mich nicht mehr so genau daran erinnere. Die ältere Dame blickte ihm nach. Dann entschied sie seiner Weisheit zu folgen und zog sich selber knall orangene Schwimmflügel über ihr langes schwarzes Schwimmgewand und eine Taucherbrille über die Kopfbedeckung. Dann ging sie bis zur Hüfte ins Wasser.

Die Großfamilie amüsierte sich so vielleicht ein oder zwei Stunden. Am Ende rannten die Kinder mit Pommes und Eis umher. Die Frauen zogen ihre normalen Gewänder einfach über die Burkinis, stopften alles, was die Männer und Kinder liegen gelassen hatten mit einem erheblichen Sand-Zuschuss in die Taschen und zogen wieder ab. Ich weiß nicht, ob sie Israelis waren oder Jordanier oder Urlauber aus einem anderen Land, aber sie taten das hier nicht zum ersten Mal. Da gehörte eine ordentliche Portion Routine hinzu.

Für uns aber war das vor weniger als drei Jahren ein einmaliges Erlebniss. Damals kannte man die Bezeichnung Burkini noch gar nicht. Heute weiss jedes Kind wie das Ding aussieht, wer es trägt und vor allem warum es verboten werden muss oder nicht verboten werden darf. Die ganze Welt beschäftigt sich mit Oberflächlichkeiten und führt lächerlich hitzige Diskusionen über unsinnige Gesetze. Da kann ich mich ruhig mal ein bischen über Leute am Strand lustig machen.

Titelbild: Yaacov Kirschen – DRY BONES 

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Als die Nachbarskinder mit Medaillen nach Hause kamen

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Auf dem Medaillenspiegel ist Israel auf dem Xysten Platz, irgendwo ziemlich weit auf dem unteren Teil der Liste. Der Teil eben, der schon nicht mehr ausgedruckt wird, weil ihn sowieso niemand liest. Aber immerhin, wir haben Medaillen. Letzte Woche sind die beiden israelischen Bronzemedaillen Gewinner in Ben Gurion Flughafen gelandet und was sich dort abspielte war genug um die Augen wässerig zu machen.

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Der Poltergeist ist ins Netz gegangen

Poltergeist

Die Straße ist leer und dunkel. Nur die Scheinwerfer meines Kleinwagens strahlen auf den Asphalt der kurvigen Waldstraße und schweifen gelegentlich über die nächtlich schwarzen Bäume. Sie fangen kurz ein vorbei huschendes Tier ein, ich trete erschreckt auf die Bremse, vielleicht war es  ein Schakal, vielleicht ein Stachelschwein. Mein Herz klopft. Der Wald lichtet sich auf einer Seite des Berges als ich mich Har Adar nähere. Dünne Wolken schleichen schnell dicht über dem Boden entlang und verschwinden zwischen den Bäumen auf der anderen Straßenseite.

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Stolz in Jerusalem

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Die Hündin Nala schaut aufgeregt vom Balkon des Zimmers in der Studenten-WG. Was da unten wohl los ist? Wie spannend, die vielen Menschen, die da gemeinsam laufen, singen und trommeln, manche tanzen sogar. Sie halten Schilder und Plakate hoch, schwängen Fahnen in Regenbogenfarben, einige sind verrückt gekleidet. Alles ist sehr farbenfroh und fröhlich.

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