Feuer

Noch etwas von meinem Morgenspaziergang.

Die großen Blüten sehen fantastisch feurig aus. Eigentlich sollte dies ein positiver Post werden,  in dem ich mit Euch meine Begeisterung über die farbenreiche Blütenfülle zu dieser Jahreszeit teile. Aber es ist ein trauriger Morgen und wenn ich beim Anblick an diese Blütenpracht an Feuer denke, kommen die Bilder des gestrigen Anschlags in Jerusalem wieder hoch. Ein Bus ist explodiert und in Flammen aufgegangen. Es wurde in der Presse nur relativ am Rande erwähnt, denn wie durch ein Wunder gab es keine Toten und überhaupt ist das keine gute Geschichte für die Medien mehr.

Uns allen in und um Jerusalem laufen jedoch kalte Schauer über den Rücken. Explodierende Busse gehören der Vergangenheit an. Wir fühlen uns zurückversetzt in eine Zeit, die wir gehofft hatten hinter uns lassen zu können. Müssen wir jetzt wieder Angst haben in Busse zu steigen? Werden Eltern ihre Kinder überall hin chauffieren? Es sind Schulferien in Israel, Jugendliche sind während des Tages unterwegs. Das Passafest steht kurz bevor. Man feiert den Auszug des israelischen Volkes aus der Sklaverei in Ägypten. „Aus der Sklaverei in die Freiheit“ heißt es. Seit 60 Jahren schon hat das israelische Volk endlich wieder sein eigenes Land. Aber auch hier sind wir verfolgt vom dem Hass und dem Zerstörungswahn fanatischer Muslime.

Ich bin traurig und besorgt.

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14 Gedanken zu “Feuer

  1. Eine wunderschöne Pflanze!!

    Hier wurde mehrfach über den Anschlag berichtet.Erst hieß es, es sei ein defekter Bus, das wurde im Laufe des Tages korrigiert 😦

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    1. Ja, man hatte halt gehofft, dass es kein Terroranschlag ist. Aber es war leider einer. Manche Medien haben es nicht für nötig gehalten das zu berichtigen. Bei CNN stand zum Beispiel nur „bus fire“. Solche Sachen erinnern mich dann daran, warum ich diesen Blog schreibe.
      LG,
      Ruth

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  2. Von hier aus ist es sicher ganz schwer, die innenpolitische Lage in Israel zu verstehen, aber die Lehre aus dem deutsch-israelischen, dem deutsch-französischen oder dem irisch-englischen Friedensprozess kann doch eigentlich nur sein, dass es ohne Gespräche nicht geht. Ich habe keine Idee, wie das für Israel aussehen kann und ich bin überzeugt, dass es eine Garantie für die Sicherheit Israels geben muss, aber ich glaube nicht an dauerhafte militärische Lösungen, nirgends auf der Welt. Dessen ungeachtet hat die israelische Bevölkerung immer meine Sympathie und Anteilnahme.

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    1. Lieber Manfred. Vielen Dank für die Anteilnahme. Ich bin auch der Meinung, dass es Gespräche geben muss. Das Problem ist mit wem? Gaza wird von einer Terrororganisation regiert, die ihre Resourcen in die Zersörung von Israel einsetzt (inclusive massive anti-Israelische Propaganda), die eigene Bevölkerung terrorisiert, gegen die im Westjordanland regierende Fatah hetzt und kämpft…. Das wäre so, als würde man versuchen mit Al Qaida oder IS verhandeln wollen. Solange die Region von Terroristen geführt wird, kann man nicht viel machen. Aber ich bin nicht gewillt meinen Optimismus aufzugeben. Irgendwann wird sich die Situation ändern und man wird einen Weg zur Lösung finden. Lösung bedeutet für mich eine permanente Grenzfestlegung, die beiden Seiten Sicherheit und Freiheit gibt.
      LG
      Ruth

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  3. es wurde noch am Abend korrigiert. Ich hoerte die Ambulanzen und die Polizei Autos fahren und machte sofort Radio und Fernseher an. Anschliessend sprach ich mit meinen Kindern, die auch diesen Weg als Heimweg haben. Die waren zum Glueck noch etwas weiter weg und sind dann einen anderen Weg gefahren. Es war gar nciht weit weg von uns.
    Deine Blumenbilder sind wunderschoen und ich wuensche dir ein schoenes und ruhiges Pessach Fest.

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    1. Liebe Vivi, ich freue mich, dass alles o.k. ist. Du kannst den kalten Schauer am Rücken, von dem ich geschrieben habe, sicherlich gut nachvollziehen. Die Mutter meines Partners lebt auch dort, aber zum Glück war niemand von der Familie in der Umgebung zu der Zeit. Man Weiss ja nie. Und vor allem ist man nie auf irgndetwas gefasst. Es hilft nichts bestimmte Gegenden zu meiden oder nicht in Einkaufszentren zu gehen usw. Jedesmal passiert etwas anderes an einem anderen Ort.
      Ich wünsche Dir und Deiner Familie auch ein wunderschönes Fest:)
      Liebe Grüße
      Ruth

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  4. Außer meinem Mitgefühl kann ich Dir, liebe Ruth, nichts geben.
    Mir blutet das Herz, wenn ich an Israel denke.
    Immer wieder fällt mir der Spruch ein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

    Nein, eine Lösung weiß ich auch nicht und gute Ratschläge aus dem entfernten Berlin zu geben, hüte ich mich sehr.

    Halt, einen Ratschlag habe ich doch und zwar an die Palästinenser. Sie mögen endlich Frieden geben und mit Israel kooperieren. Das würde ihnen zum Vorteil gereichen. Sie würden das wohlhabendste arabische Land in Nahost werden.

    Herzlich, Paul

    Gefällt 2 Personen

    1. Lieber Paul, vielen Dank für den herzerwärmenden Kommentar. Unterschätze den Wert Deines Mitgefühls nicht. Es ist für uns hier sehr sehr wichtig zu wissen, dass es Leute mit Verstand und Herz gibt, die sich nicht verblenden lassen und die Dinge so sehen wie sie sind. Die Stimmen gegen Israel sind sehr schmerzhaft.
      Liebe Grüße
      Ruth

      Gefällt 1 Person

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