Zum 9. November

Der 9. November 1989 war der Tag, an dem die Berliner Mauer fiel. An genau dem selben Datum, 51 Jahre vorher, ereignete sich in Deutschland was man normalerweise als „Kristallnacht“ bezeichnet – ein akkurater Name wäre „Pogrom Nacht“.

Unter diesem Titel wurde am 9. November 2014 ein zweibändiges Buch erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es enthält die Beschreibungen aller Jüdischen Gemeinden in Deutschland, deren Synagogen in der besagten Nacht zerstört oder beschädigt wurden.

Ich bin stolz, dass mein Name dort als eine der Mitwirkenden zu finden ist. Wichtiger für mich war jedoch damals, was ich über das jüdische Leben in Deutschland vor dem Holocaust und seine Bedeutung in Deutschland gelernt habe. Die Arbeit an den Artikeln für dieses Buch war eine außerordentlich bereichernde Erfahrung. Es hat mich in meiner eigenen Identität als Deutsche und Jüdin und Israelin gestärkt (wobei ich nicht weiß in welcher Reihenfolge die drei zu stellen sind).

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Der multikulturelle Weihnachtsmann

Richtig Weihnachtsstimmung gibt es bei uns nicht. Ehrlich gesagt hat es mir nie wirklich gefehlt. Was ich vermisse ist das Skifahren, denn als Kind gehörte das für mich immer zu Weihnachten dazu. Aber auch das ist schon lange her. Heute ist es für mich Backzeit. Das Einzige, was mich über viele Jahre an Weihnachten erinnert hatte waren die selbstgebackenen Weihnachtskekse, die meine Mutter jedes Jahr geschickt hatte, so lange sie noch am Leben war. Jetzt backen wir selber und füllen unser Haus mit angenehmen Gerüchen und Lichtern. In Israel feiert man Hanukkah im Winter. Es ist vor allem für Kinder ein wunderschönes Fest mit vielen Kerzen, mit Liedern und Leckereien.

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Stolz in Jerusalem

Die Hündin Nala schaut aufgeregt vom Balkon des Zimmers in der Studenten-WG. Was da unten wohl los ist? Wie spannend, die vielen Menschen, die da gemeinsam laufen, singen und trommeln, manche tanzen sogar. Sie halten Schilder und Plakate hoch, schwängen Fahnen in Regenbogenfarben, einige sind verrückt gekleidet. Alles ist sehr farbenfroh und fröhlich.

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Hammantaschen Rezept und was man zu Purim sonst noch macht

Es war wahrscheinlich das erste Backrezept, dass ich in Israel ausprobierte. Damals, vor über 30 Jahren war ich Voluntärin im Kibbutz. Eine nettes Kibbutzmitglied, die ihrerseits vor vielen Jahren einmal aus Deutschland gekommen war und als Voluntaerin im Kibbutz angefangen hatte, inzwischen verheiratet war und zwei Kinder hatte, brachte mir bei, wie man Hammantaschen backt und woher der Name kommt. Zum ersten Mal musste ich mit vagen Mengenangaben beim Backen zurecht kommen. Aber es ist nach wie vor das beste Rezept, dass ich kenne.

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Es ist ein Junge!

So lautete die freudige WhatsApp Nachricht. Sofort begannen wir die Tage zu zählen. Diese Nachricht  bedeutete, dass wir uns in 8 Tagen einen Tag frei nehmen müssen, denn genau dann wird die Brith Milah gefeiert, was natürlich im Laufe des Tages geschieht. Mit dieser Zeremonie wird der neue Erdenbürger offiziell in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen. Die hebräische Bezeichnung besagt, dass damit ein Bündnis eingegangen wird, nämlich ein Bündnis mit Gott. Auf Deutsch sagt man nur Beschneidung.

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Was Ich über die Zwiespälte einer jungen arabischen Israelin lernte

Drei  Impressionen während des Ramadans um Jerusalem – Teil 2

face graffitti

Die Atmosphäre bei unseren Arabischen Freunden in Jabel Mukaber ist heiter und eigentlich locker. Es ist der Familie wichtig Offenheit zu zeigen und ich nehme ihnen die Liberalität ab. Ich fühle mich willkommen und umsorgt.

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