Von Vorne anfangen…

Ein paar Zahlen zum brennenden Israel: Um die 100 000 Menschen evakuiert.
Etwa 630 Brandstätten verteilt über das ganze Land über 5 Tage. Geschätzte 560 Wohnungen zerstört. Vermutlich 180 Verletzte, davon nur eine Person schwer. Keine Toten.

Das ist schon beachtlich. Die Arbeit, die hier von der Feuerwehr geleistet worden ist, sowie von anderen Hilfskräften, inklusive vor allem Armee und Polizei, finde ich schon bewundernswert. Nicht zuletzt die Bevölkerung selber kann ich nur bestaunen. Die Besonnenheit und Aufmerksamkeit mit der in dieser Ausnahmesituation gehandelt wurde, trug erheblich dazu bei, dass Menschen unversehrt blieben.

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Der Poltergeist ist ins Netz gegangen

Die Straße ist leer und dunkel. Nur die Scheinwerfer meines Kleinwagens strahlen auf den Asphalt der kurvigen Waldstraße und schweifen gelegentlich über die nächtlich schwarzen Bäume. Sie fangen kurz ein vorbei huschendes Tier ein, ich trete erschreckt auf die Bremse, vielleicht war es  ein Schakal, vielleicht ein Stachelschwein. Mein Herz klopft. Der Wald lichtet sich auf einer Seite des Berges als ich mich Har Adar nähere. Dünne Wolken schleichen schnell dicht über dem Boden entlang und verschwinden zwischen den Bäumen auf der anderen Straßenseite.

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Entschwundenes Abenteuer Eilat

Jedes Jahr fahren wir ein paar Tage nach Eilat – die südlichste Stadt Israels und die einzige Israelische Stadt am roten Meer. Sie ist eine pure Urlaubsstadt, die fast ausschließlich vom Tourismus lebt. Als solche hat sie viel zu bieten: Alle denkbaren Sorten von Wassersport, einschließlich Tauchkurse, Schwimmen mit Delphinen und Unterwasser-Observatorium. Riesige Hotels umzingeln den dürftigen Küstenstreifen zwischen Jordanien und Ägypten. Zwischendrin Vergnügungsparks für alle Altersklassen, Einkaufszentren und Markenläden, Souvenirbuden, Restaurants, Bars, Eisdielen, Pizzerias usw usw. Von einer ständigen Lichtershow aus grellen Werbebeleuchtungen und flimmernden Riesenbildschirmen angespornt kann man sich hier dem totalen Konsum hingeben. Damit man sich dessen nicht zu sehr bewusst wird, dröhnt und hämmert aufputschende Musik aus allen Richtungen.

All das interessiert uns wenig. Wir kommen, um uns auszuruhen. Uns gefallen das Meer und der Kontrast zu der violett-braunen bis goldenen Wüste. Etwas weiter draußen, kurz vor der Grenze zum heute ägyptischen Sinai sitzen wir am Strand und schauen den Tauchern zu, wie sie sich in die blaue Tiefe begeben um die fantastische Welt der Korallenriffe zu erkunden. Von Zeit zu Zeit tauchen auch wir mit Taucherbrille und Schnorchel unter die Oberfläche und werden kurzfristig Teil der zauberhaft lebendigen Unterwasserwelt.

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Hübscher Schmetterling – Parpar nechmad

Schmetterlinge in verschiedenen Farben
kamen zu mir an einem angenehmen Frühlingstag
sie
brachten mir als Geschenk
die Düfte der Felder und ein wenig Blütenstaub
und auch warme Grüße
von einem süßen Sonnenstrahl

Komm zu mir hübscher Schmetterling
setz‘ dich auf meine Hand
setz‘ dich, ruh‘ dich aus, hab‘ keine Angst

Sie flatterten im leichten Winde
als sie ermüdeten, kamen sie zu mir herunter
ruhten sich ein wenig aus, hörten eine Geschichte
und tranken einen Tropfen Nektar,
dann verschwanden sie wieder,
einfach, weil sie zu fliegen Lust hatten.

Komm zu mir hübscher Schmetterling…

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Feuer

Noch etwas von meinem Morgenspaziergang.

Die großen Blüten sehen fantastisch feurig aus. Eigentlich sollte dies ein positiver Post werden,  in dem ich mit Euch meine Begeisterung über die farbenreiche Blütenfülle zu dieser Jahreszeit teile. Aber es ist ein trauriger Morgen und wenn ich beim Anblick an diese Blütenpracht an Feuer denke, kommen die Bilder des gestrigen Anschlags in Jerusalem wieder hoch. Ein Bus ist explodiert und in Flammen aufgegangen. Es wurde in der Presse nur relativ am Rande erwähnt, denn wie durch ein Wunder gab es keine Toten und überhaupt ist das keine gute Geschichte für die Medien mehr.

Uns allen in und um Jerusalem laufen jedoch kalte Schauer über den Rücken. Explodierende Busse gehören der Vergangenheit an. Wir fühlen uns zurückversetzt in eine Zeit, die wir gehofft hatten hinter uns lassen zu können. Müssen wir jetzt wieder Angst haben in Busse zu steigen? Werden Eltern ihre Kinder überall hin chauffieren? Es sind Schulferien in Israel, Jugendliche sind während des Tages unterwegs. Das Passafest steht kurz bevor. Man feiert den Auszug des israelischen Volkes aus der Sklaverei in Ägypten. „Aus der Sklaverei in die Freiheit“ heißt es. Seit 60 Jahren schon hat das israelische Volk endlich wieder sein eigenes Land. Aber auch hier sind wir verfolgt vom dem Hass und dem Zerstörungswahn fanatischer Muslime.

Ich bin traurig und besorgt.