Ich will doch nur nach Hause!

Eigentlich hatte ich geplant um 18:00 das Büro zu verlassen. Leider klappt das nicht immer ganz, wie geplant und um zehn nach Sechs hatte ich den PC noch immer nicht ausgeschaltet. Zu spät. Den Bus hätte ich nicht mehr geschafft, dann lieber noch eine Stunde arbeiten, als auf den nächsten Bus warten. Wie viel Zeit mich diese Entscheidung wirklich kosten würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

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Ein Araber, ein israelischer Soldat und eine Straßensperre

Der Fahrer ist Araber. Viele Fahrer der Linie 101 sind Araber. Die Meisten kenne ich schon, aber nicht diesen.  Woher ich weiß, dass er Araber ist? Ich sehe es. Frag mich nicht woran, es ist die Übung. Nein, es hat absolut nichts mit Rassismus zu tun! Man gewöhnt sich daran die feinen Unterschiede wahr zu nehmen. Genauso, wie ich kein Problem habe deutsche Touristen von weitem zu identifizieren und von dänischen oder holländischen zu unterscheiden. Genauso, wie ich russische oder französische Immigranten erkenne ohne, dass sie den Mund aufmachen, und Amerikaner herausfiltern kann. Das Unterbewusstsein nimmt die Unterschiede in Körpersprache, Gesichtsausdruck usw. auf. Irgendwann beginnt man intuitiv Fremde damit einzuordnen. Wenn man mit Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern umgeben ist, kriegt man darin Übung.
Das nur nebenbei.

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Warum „Linie 101“?

Ein ganz normaler Morgen in der Linie 101.

Das geht so: Nach meiner ersten Tasse Kaffee auf der ruhigen Terrasse in meinem grünen Garten und einer Runde durch den langsam erwachenden Ort mit dem Hund mache ich mich auf den Weg zum Büro. Dies befindet sich etwa 60 km entfernt im Herzen von Tel Aviv. Unser Ort Har Adar liegt in den Jerusalemer Bergen, etwas ab von der Schnellstraße Nr. 1, die die beiden größten Städte des Landes verbindet.

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