Stiller Tag, heiliger Tag

Solch enorme Ruhe kann es einzig und allein an Yom Kippur in Israel geben.

Es beginnt am frühen Nachmittag, wenn die Büros geschlossen werden und mit ihnen Klimaanlagen, Kaffeemaschinen, Drucker usw. zur Ruhe kommen. Fabriken schließen für eine Nacht und einen Tag die Türen, nachdem Stanzen, Plastik-Injektoren, Fließbänder und jegliche Maschinen abgeschaltet wurden. In Hi-Tech Firmen erschwarzen die Bildschirme, die Forschungslabors bleiben ungenutzt. Die Einkaufszentren leeren sich, im Markt werden die Jalousien heruntergezogen. Am Hafen liegen die Schiffe, Kräne und die Gabelstapler in den Lagerräumen still. Die Gepäckbänder am Flughafen bleiben stehen, das letzte Flugzeug ist schon gelandet, und kein Flugzeug startet mehr, die Duty-Free Läden schalten die Lichter aus. Der letzte Zug fährt in den Bahnhof ein, dann stellen auch Busse und Taxifahrer ihren Dienst ein. Die Menschen begeben sich nach Hause. Selbst die privaten Autos bleiben bis zum folgenden Abend in Garagen und auf Parkplätzen. Es herrscht Stille.

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Burkini und Schwimmflügel

Als ich zum ersten Mal einen Burkini sah wusste ich nicht, ob ich lachen oder den Kopf schütteln sollte. Da man aber beides aus Respekt vor anderen Kulturen nicht tut, riss ich mich zusammen. Es war auch gar nicht so sehr der Burkini, denn mit dem hatte ich mich schnell angefreundet, sondern dass, was sich drumherum abspielte. Ich senkte also schmunzelnd den Kopf und beobachtete das bizarr amüsante Schauspiel über den Rand meiner Sonnenbrille hinweg.

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Stolz in Jerusalem

Die Hündin Nala schaut aufgeregt vom Balkon des Zimmers in der Studenten-WG. Was da unten wohl los ist? Wie spannend, die vielen Menschen, die da gemeinsam laufen, singen und trommeln, manche tanzen sogar. Sie halten Schilder und Plakate hoch, schwängen Fahnen in Regenbogenfarben, einige sind verrückt gekleidet. Alles ist sehr farbenfroh und fröhlich.

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Islam App jetzt für Android und IPhone

Während ich vorgestern an einer Übersetzung arbeitete und eine der on-line Wörterbücher öffnete, poppte mir folgende Werbung in Großbuchstaben entgegen: ‚Was ist Islam?‘ Und darunter stand etwas kleiner ‚Islam kennenlernen und konvertieren mit Direkthilfe im Chat‘ – Wie bitte? Da muss ich wohl etwas falsch gelesen haben. Noch einmal: ‚Islam kennenlernen….‘ – bis hier alles o.k. – ‚und konvertieren…. ‚ – ja genau, konvertieren! – ‚mit Direkthilfe im Chat‘. Ich musste das ein paar Mal lesen, um es zu glauben. Per Klick kann man jetzt zum Islam konvertieren!  Als sei Religion eine App zur Kommunikation mit Gott. Einfach aufs Handy oder den PC runter laden und Allah macht den Rest. Erst kriegst Du eine Probephase zum ‚kennenlernen‘ und im Chat kannst Du Dir Deine Gehirnwäsche abholen.

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Es ist ein Junge!

So lautete die freudige WhatsApp Nachricht. Sofort begannen wir die Tage zu zählen. Diese Nachricht  bedeutete, dass wir uns in 8 Tagen einen Tag frei nehmen müssen, denn genau dann wird die Brith Milah gefeiert, was natürlich im Laufe des Tages geschieht. Mit dieser Zeremonie wird der neue Erdenbürger offiziell in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen. Die hebräische Bezeichnung besagt, dass damit ein Bündnis eingegangen wird, nämlich ein Bündnis mit Gott. Auf Deutsch sagt man nur Beschneidung.

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Was Ich über die Zwiespälte einer jungen arabischen Israelin lernte

Drei  Impressionen während des Ramadans um Jerusalem – Teil 2

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Die Atmosphäre bei unseren Arabischen Freunden in Jabel Mukaber ist heiter und eigentlich locker. Es ist der Familie wichtig Offenheit zu zeigen und ich nehme ihnen die Liberalität ab. Ich fühle mich willkommen und umsorgt.

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Drei Impressionen während des Ramadans um Jerusalem – Teil 1 Gastfreundschaft

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Freitagabend ist für die Familie reserviert. Alle treffen sich bei der Oma und essen ein gemeinsames Mahl. An einem Freitag im Juni erschien ein Überraschungsgast. Bevor wir uns an den Tisch setzten kam einer der Arbeiter meines Lebenspartners zu Besuch. Ich nenne ihn hier einfach Ismail. Er arbeitet schon weit vielen Jahren für Nun (so kürze ich hier liebevoll den Namen meines Partners ab) und kennt die Familie. In der Hand hielt er einen großen Teller mit Kataief – süße, mit Käse gefüllte Teigtaschen, die seine Frau zubereitet hatte. Sie sorgten für einige Aufregung, da sie wirklich lecker waren. Bevor er sich wieder verabschiedete lud er Nun und natürlich auch mich für Sonntagabend ein. Der Ramadan hatte gerade begonnen und jeden Abend gab es bei ihnen ein großes Essen.

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