Geschichten, von Leuten, die niemand hört: Organische Kosmetik unter Beschuss

 

„Schon wieder eine Absage! Eine Gruppe von 50 Frauen hat gerade angekündigt, dass sie nicht erscheinen werden. Es ist bereits die dritte Absage in diesem Monat und uns ist klar, dass es nicht die Letzte sein wird. Ich brauche sicher niemandem zu erklären, welch enormen finanziellen Schaden dies für uns bedeutet.“
So schrieb Esther Lachman in ihrem Facebook Post am 29. Mai.

Esther Lachman ist die Eignerin und Managerin einer außergewöhnlichen Boutique-Kosmetik-Firma namens Arugot. Seit 15 Jahren stellen sie 100 % natürliche Kosmetik her, die darüber hinaus zu 95 % aus organischen Zutaten besteht. Diese bauen sie und ihr Mann Itay selber an.

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Wenn steigende Drachen auch Feuer speien…

…dann bezahlen Natur und Menschen einen hohen Preis!

Im Februar dieses Jahres nahm ich Euch mit auf eine unserer ersten Wochenend- Spazierfahrten in diesem Jahr. Wir fuhren mit einer netten kleinen Moped- und Motorradgruppe in den Süden und genossen das erste Grün des Frühlings, der noch nicht einmal begonnen hatte. Erinnert ihr Euch?

Im Naturschutzgebiet von Be’eri suchten wir Mohnblumen. In dieser Gegend blühen ganze Felder von Mohn und tunken die Landschaft in Rot. Man muss jedoch das richtige Wochenende erwischen, denn die Pracht ist schnell vorbei. Der Mohn blüht nur etwa zwei Wochen.

Das war uns leider nicht ganz gelungen. Wir waren noch etwas früh. Am folgenden Wochenende regnete es und der verfrühte Frühling war abgebrochen.

Aber warum erzähle ich Euch das?

Von brennenden Drachen hat jemand in letzter Zeit etwas gehört, oder gelesen? Diese sind dafür verantwortlich, dass das Naturschutzgebiet weder grün noch rot noch gelb oder braun ist. Die gesamte Gegend, die in Israel im Frühling wegen des blühenden Mohns als „roter Süden“ bekannt ist, ist nun schwarz.

Be’eri Wald, Kissufim Wald, Simchoni Wald, sowie Felder der Kibbutze Nahal Oz, Nir Am, Kefar Asa und andere sind in den letzten Wochen zerstört worden.

In Nahal Oz allein verbrannten mehr als 500 Hektar Weizen. Tier-und Pflanzenleben haben enormen Schaden erlitten.

Eine der ersten und bedeutsamsten israelischen Entwicklungen sind wassersparende und intelligente Bewässrungsanlagen. Diese haben Landwirtschaft in Wüstengegenden möglich gemacht. Länder in Afrika und Süd Amerika verdanken diesen Technologien, dass überhaupt etwas angebaut werden kann.

Hier, in der Negev Wüste, wo all das begonnen hat, brennt genau das nieder. Felder von Wassermelonen, Kartoffeln und allerlei Obst und Gemüse sind mit diesen komplexen Schlauchsystemen ausgelegt.

Israelische Technologien haben dürres Land zum Blühen gebracht. Feuerdrachen aus Gaza lassen alles in Flammen aufgehen und verwandlen es zurück in karge Landschaften.

Hier Bilder und ein Bericht in Englisch.

Gestern haben die Feuer die Stadt Sderot erreicht:

Es lebe Palestina

Mein Facebook und Twitter waren voll mit Posts über die Geschehnisse in Gaza. Es war, als hätten all meine israelischen Freunde plötzlich das Bedürfnis der Welt unsere Seite der Geschichte zu zeigen. Sogar die ganz Linken auf der politischen Skala, die sonst nur Kritik an ihrem eigenen Land posten, veröffentlichten Bilder der gewaltsamen Angriffe auf die Grenze. Waren die Medien im Ausland so einseitig?

Der Welt Korrespondent schlendert ungehindert zwischen den brennenden Reifen und Steine schleudernden Demonstranten herum.

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Content Marketing Lessons from a Village Veggie Shop

It was the middle of the week, and the veggies I bought on Friday had already gone bad. Very annoying!

It usually happened when I shopped at the regular supermarket. The veggies ended up in the trash, and I found myself driving down to the nearby Arab village, where the stores never seem to close. There are several greengroceries as well as some minimarkets in Abu Ghosh. I didn’t shop there regularly because I found them to be messy and dirty. I needed to double check the expiry dates on every item.

It took me a while to notice there was one exception. Fruit which I bought at the smallest, but also the cleanest veggie store stayed fresh for an entire week. This little place off the main road seemed to have better quality than any other store.

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Der Krieg der Anderen

„Wie kommt es, dass wir noch keine Anweisungen bekommen haben, die Bunker und Sicherheitsräume bereit zu machen?“ Frage ich am frühen Abend und nur wenige Minuten später ruft Nuun von der Terrasse: „Jetzt steht es auf Y-Net“! Der Webseite der israelischen Zeitung zufolge werden Bunker in den Golanhöhen geöffnet. „Wird es Krieg geben?“

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Wo ist Deutschland?

In meiner ersten Zeit in Israel gab es einen Tag im Jahr an dem ich mich als Deutsche immer etwas unwohl fühlte. Das war natürlich der Holocaust-Gedenktag. Nein, kein schlechtes Gewissen, keine Schuldgefühle, nur einfach so ein merkwürdiges Unwohlsein.

Irgendwann kam ich mit der historisch Emotions-geladenen Tatsache als Deutsche in Israel zu leben zu Potte; selbst an besagtem Gedenktag.

Bis gestern. Gestern habe ich es wieder gespürt, dieses schwer zu identifizierende mulmige Etwas im Bauch. Eine Mischung aus Frust und Trauer, Enttäuschung und Hilflosigkeit.

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70 Things I Love About Israel

This post was inspired by an article in HaAretz on occasion of Israels 70th independence day. One of the papers well-known correspondents was challenged to find 70 things he loves about Israel. He listed 67, claiming he couldn’t come up with more and it had been hard to find these.

The list included some peculiar entries like the Gaza strip and places with sad childhood memories. I guess that’s what happens when you try to make your emotions adjust to your political views.

I decided to find my own 70 things worthy of being loved (and putting politics aside). Wasn’t hard at all. I could have gone on but will leave some for the next independence celebrations.

So here’s my very personal list of 70 things I love about Israel (not necessarily in that order).

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