Schon mal was von Bee-Tech gehört?

Auch in der Landwirtschaft hat Hightech festen Fuß gefasst. Immer neue Innovationen sollen – und müssen – die Erträge verbessern und die Arbeit vereinfachen.

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit einen Gastbeitrag auf Re:Levant, einem deutschsprachigen Israel Magazin zu veröffentlichen. Das Thema konnte ich mir selbst aussuchen.

Der Artikel stellt sieben israelische Bee-Tech Firmen vor, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Problem des Bienensterbens zu lösen. Dabei gehen sie die Sache von vollkommen verschiedenen Richtungen an, die alle interessant und erfolgversprechend sind.

Hier könnt Ihr meinen Artikel lesen.

Lassen Sie Ihre Koffer nicht unbeaufsichtigt!

Das haben wir inzwischen vollkommen verinnerlicht. Herrenlose Taschen oder Koffer sind verdächtig, beängstigend. An Bahnhöfen und Flughäfen erinnert man uns daran in verschiedenen Sprachen.

Dabei explodieren Taschen schon lange nicht mehr. Terroristen sprengen sich gleich selber in die Luft, ballern ungehindert auf offener Straße (siehe Halle) oder stechen mitten auf einer befahrenen Brücke Menschen einfach ab (siehe London).

Tatsächlich sieht man auch nirgends verlorene Gepäckstücke. Man lässt ja schließlich nicht freiwillig seine Sachen irgendwo herumstehen, während man irgendwelche Erledigungen macht. Wer garantiert einem, dass sie noch da sind, wenn man wiederkommt?

Es sei denn, man befindet sich zu Gebetszeiten in einem Zug in Israel.

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Zu Tode erschreckt am Toten Meer

Dies ist die Geschichte eines Touristen-Albtraums, der für ein deutsche Paar in Israel zur Wahrheit wurde. Solche Sachen kennt man aus Filmen, hält es aber nicht für möglich, dass es einem widerfahren könnte. Wem es jedoch tatsächlich passiert, der steht verdammt allein und hilflos da und ist verdammt angewiesen auf die Güte Fremder.

Vor einigen Tagen ging dieses Bild in der israelischen Presse herum. Ich stolperte darüber, da in den Schlagzeilen etwas von Touristen aus Deutschland stand. “Verrückte Geschichte” hieß es und da wurde ich erst recht neugierig. Susanne und Julian waren auf einem Kurzurlaub in Israel und gerade mit einem Mietwagen von Jerusalem zum Toten Meer gefahren. Das vollgepackte Auto liessen sie auf dem Parkplatz am Strand stehen und gingen in Badezeug zum salzigen Wasser runter. 

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Der Tag an dem Zubin Mehta uns sein Herz schenkte

Am 20. Oktober dirigierte Zubin Mehta sein letztes Konzert mit dem israelischen philharmonischen Orchester, bevor er dessen Leitung and den sehr jungen, israelischen Dirigenten Lahav Shani abgab. In der „Times of Israel“ fand ich diesen Artikel, den ich so ergreifend fand, dass ich ihn übersetzt habe.

Original Artikel von Noah Efron in der Times of Israel vom 24.10.2019

Der Tag an dem Zubin Mehta uns sein Herz schenkte

Wie kann Israel je den in Indien geborenen Maestro rückvergüten, der gekommen war, um ein kriegsgeschocktes Land zu ermutigen und ein halbes Jahrhundert geblieben ist?

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Religion an der Kasse

Freitag Mittag an der Kasse im Supermarkt. Endlich ist der Warenhaufen des Herrn vor uns durch die Kasse gepiepst und gezahlt. Wir sind an der Reihe. Nuun steht auf der anderen Seite bereit unsere Öko-Taschen mit Einkäufen zu füllen, sobald die Kassiererin sie eingescannt hat.

„Gib das Mal durch“ sagt sie und zeigt mit dem Finger flüchtig auf die ersten unserer Waren auf dem Laufband. Ich schaue sie verständnislos an. Vielleicht habe ich nicht richtig gehört. „Bitte?“ Erwidere ich. „Gib das durch“ sagt sie tonlos und deutet mit dem Finger auf den vorderen Teil unserer Einkaufswaren. Dort steht unter anderem ein Sechserpack Bier.

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Um Jerusalem braut sich ‘was zusammen

Wie ein paar Israelis ihre Leidenschaft zum Bier in Deutschland entdeckten und was in Israel ein Biergarten ist, lernte ich an einem sonnigen Wochenende im Mai.

Was tut man an einem sonnigen Sbabbath in den Jerusalemer Bergen? Samstagsspazieren auf israelisch. Diesmal unternahmen wir die Spazierfahrt zu zweit ohne ein genaues Ziel. 

Wir fuhren spontan los, suchten uns schöne Fleckchen, um unseren Bunsenbrenner-Kaffee zu schlürfen und den Blick über die Berge zu genießen, ein bisschen yu aufen und dann wieder auf’s Motorrad zum nächsten netten Fleckchen. 

Es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien nicht zu heiß und die Landschaft war noch mit Frühlingsblüte geschmückt. 

Schwupdiwup war es Mittagszeit, der Hunger machte sich breit. Aber wo findet man an einem Samstagmittag in den Jerusalemer Bergen ein Restaurant? Google Maps weiß es. Tatsächlich hatte die App uns einiges vorzuschlagen. Zu unserem Erstaunen war auch ein Biergarten darunter.

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Liebesgeschichte Israel. Heute im Spiegel

Die Geschichten der Deutschen in Israel sind sich sehr ähnlich – und sie unterscheiden sich auch nicht sehr von denen, die aus der Ukraine, aus Holland, aus Australien usw. gekommen sind.

Warum wir uns in dieses Land – und nicht nur in einen Mann oder eine Frau – verliebt haben, wissen wir nicht. Aber wer weiss schon, warum sie/er sich verliebt? Wichtig ist, dass wir nicht enttäuscht wurden. Und das einzige, was wir wirklich vermissen, ist Mamas Küche.

https://www.spiegel.de/karriere/ausgewandert-wie-eine-deutsche-als-juedin-in-israel-lebt-a-1272243.html

Schlagzeilen

Fast eine Stunde im Bus sind genug Zeit morgens eine gesamte Zeitung durchzulesen. Zwei Schlagzeilen der Wochenendzeitung sprangen mir heute Morgen ins Auge:
Israel to ally with Arab neighbours around Red Sea in bid to save world’s corals”. („Israel verbündet sich mit arabischen Nachbarn am Roten Meer, um die Korallen der Welt zu retten“)

Gefolgt war diese von einer anderen Schlagzeile über Forschungsarbeiten, die ich aber nicht gleich verstand. In diesem Fall handelte es sich um Archäologie. Klar war mir nur, dass dieser Artikel nicht von Zusammenarbeit erzählte, sondern eher dem Gegenteil davon.

Diese beiden Artikel zu lesen bietet ein anschauliches Bild von den Vorgängen die sich abseits und im Schatten der von Religion gefärbten Politik abspielen.

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Vergessene Flüchtlinge

Der verlinkte Artikel bietet eine Erklärung, warum Hunderttausende Flüchtlinge so leicht in Vergessenheit geraten sind, während palästinensische Flüchtlinge aus derselben Zeit noch immer ein aktuelles Thema sind. Nein, Antisemitismus wird hier nicht als Grund angegeben.

Den aufschlussreichen Artikel aus der Neuen Züricher Zeitung, mit dem Titel „Das vergessene Leid der arabischen Juden“  fand ich neulich bei einem Blogger-Kollegen und extremen Israel Fan. Danke für’s teilen.

Er erzählt die Geschichte der jüdischen Flüchtlinge, die im vorigen Jahrhundert zu Hunderttausenden aus den arabischen Ländern geflohen sind. Es wird aufgezeigt wie extrem die jüdische Bevölkerung in den arabischen Ländern geschrumpft, zum Teil sogar vollkommen vertrieben wurde.

Lese hier der Artikel „Das vergessene Leid der arabischen Juden“

Sehr interessant und lesenswert!