Der Tag an dem Zubin Mehta uns sein Herz schenkte

Am 20. Oktober dirigierte Zubin Mehta sein letztes Konzert mit dem israelischen philharmonischen Orchester, bevor er dessen Leitung and den sehr jungen, israelischen Dirigenten Lahav Shani abgab. In der „Times of Israel“ fand ich diesen Artikel, den ich so ergreifend fand, dass ich ihn übersetzt habe.

Original Artikel von Noah Efron in der Times of Israel vom 24.10.2019

Der Tag an dem Zubin Mehta uns sein Herz schenkte

Wie kann Israel je den in Indien geborenen Maestro rückvergüten, der gekommen war, um ein kriegsgeschocktes Land zu ermutigen und ein halbes Jahrhundert geblieben ist?

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Das traurige Geheimnis des muslimischen Putzers

Ich war vom Heulen einer Krankenwagensirene aufgewacht. Während ich duschte, glaubte ich eine weitere zu hören. Jetzt, als ich meinen Morgenkaffee schlürfte, hörte ich schon wieder eine.

Ich lauschte noch eine Weile nachdem es still geworden war, konnte aber nichts Außergewöhnliches wahrnehmen. Es hatte keinen Knall gegeben, nirgends waren Rauchschwaden und niemand gab Anweisungen über Lautsprecher oder Megafon. Trotzdem war es höchst beunruhigend.

Ich schnappte meinen Autoschlüssel und machte mich auf zur Arbeit. Die Straße hinauf zum Kreisel und dann in Richtung Ortstor. Als ich über die Holperschwellen durch die Schranke fuhr, hörte ich wieder Sirenen. Es war jedoch kein Krankenwagen; auch keine Polizei und keine Feuerwehr. Einige Limousinen brausten, von Armeefahrzeugen begleitet, auf unseren Ort zu und passierten die Schranke.

Irgendetwas musste passiert sein, in unserem friedlichen Dorf. Ich suchte einen Sender im Radio, aber es dauerte eine Weile, bis die aktuellen Nachrichten gebracht wurden. Ich erinnere mich heute nicht mehr, woher ich es als Erstes erfahren hatte.

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Wie lehrt man Kinder Frieden?

Der Ramadan ist zu Ende.
Am Freitag nahmen Muslime in der ganzen Welt das Iftar, das Abschlussmahl, ein. Die Muslima Qanta A.Ahmed war zu diesem Anlass im Haus des israelischen Botschafters in Washington eingeladen und traf dort äußerst interessante Leute.
Im Gaza-Umland sind weitere Hunderte Hektar Landwirtschaft niedergebrannt. Israelische Kinder versuchen auf kreative Weise mit der Situation fertig zu werden und den Optimismus nicht zu verlieren.
In Ramallah wird eine seltene Demonstration zerstreut, die sich gegen die Sanktionen der  palästinensischen Autonomiebehörde in Gaza richtete.
Ansonsten schaut man WM. Langsam verschwindet alles in einer Art WM-Nebel. Obwohl an diesem Wochenende so viel passiert ist, redet man morgens im Büro über Messis missglückten Elfmeter.

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Schimon Peres ist nicht mehr

„Der letzte der Mohikaner ist nicht mehr“ klingt die ernste Stimme des Erzählers durch die dunkle Stille des Kinderzimmers. In den langsam gesprochenen Worten kommt die unabwendbare Endgültigkeit dieses Satzes in all seiner Tragik zum Ausdruck. Die Bedeutung dieser folgenschweren Tatsache breitet sich in der Leere des Raumes aus und begleitet mich in den Schlaf.

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