Hals und Beinbruch! – muss das sein?

Die Mandelbäume blühen! Für mich sind sie wie wunderhübsche Feen, die den Frühling herbei zaubern. Jedes Jahr überraschen sie mich, plötzlich scheinen sie überall in voller Blüte zu stehen, obwohl mir der Winter noch in den Knochen steckt. Ich fühle mich wie zum Leben wiedererweckt. Das Herz öffnet sich, die Seele erweitert sich, das Atmen ist leichter, der Körper entspannter, die Gedanken optimistischer. Hier ein Beitrag, den ich vor zwei Jahren, nach einem besonders harten Winter geschrieben hatte (erstmals auf meinem alten Blog veröffentlicht).

Linie 101

schlafende MandelVieleicht sollten wir dieses beeindruckende Mandelbäumchen in seiner vollen Blüte dazu befragen. Nicht nur hat es den Bruch überlebt, es scheint obendrein einen Weg gefunden zu haben seine eigene Schönheit neu zu definieren. Das seit hundert Jahren schlimmste Winterwetter hatte es regelrecht zu Boden geschlagen und ihm gnadenlos alle Glieder gebrochen, die dem nicht Stand halten konnten.

In diesen Tagen beginnt sich die Natur in und um Jerusalem in ihre Frühlingsfarben zu kleiden und man kann sich kaum noch vorstellen, wie sie noch vor zwei Monaten ausgesehen hatte, als der Schneesturm an ihr herum gezerrt hatte.

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Ein anderer Alltag

Mein eigener Alltag in Israel ist friedlich und wahrscheinlich nicht viel anders als ein Alltag in Deutschland. Eine Autostunde weiter südlich haben die Menschen Sorgen, die weder Du noch ich kennen. Eine Art von Sorgen, die sich wohl niemand, nicht einmal die Menschen, die im Süden Israels selber leben, vorstellen können. Eine Bedrohung, die unter der Erde wächst, ungesehen und unberechenbar. Niemand weiß wirklich, was dort passiert und wo das alles hinführt.

Die Zeitung Die Welt hat das in diesem Artikel ‚Israels Angst vor dem Terror aus dem Tunnel‘ zu erfassen versucht.

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Ein Araber, ein israelischer Soldat und eine Straßensperre

Der Fahrer ist Araber. Viele Fahrer der Linie 101 sind Araber. Die Meisten kenne ich schon, aber nicht diesen.  Woher ich weiß, dass er Araber ist? Ich sehe es. Frag mich nicht woran, es ist die Übung. Nein, es hat absolut nichts mit Rassismus zu tun! Man gewöhnt sich daran die feinen Unterschiede wahr zu nehmen. Genauso, wie ich kein Problem habe deutsche Touristen von weitem zu identifizieren und von dänischen oder holländischen zu unterscheiden. Genauso, wie ich russische oder französische Immigranten erkenne ohne, dass sie den Mund aufmachen, und Amerikaner herausfiltern kann. Das Unterbewusstsein nimmt die Unterschiede in Körpersprache, Gesichtsausdruck usw. auf. Irgendwann beginnt man intuitiv Fremde damit einzuordnen. Wenn man mit Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern umgeben ist, kriegt man darin Übung.
Das nur nebenbei.

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Ich und Du

Ich bin eher ein häuslicher Typ, halte mich von Menschenansammlungen fern. Shopping gehe ich nur, wenn ich keine Wahl habe. Sogar Musik Veranstaltungen sind mir oft zu stressig, weil mich das ganze Menschen Durcheinander nervt. Trotzdem habe ich mich neulich dazu überreden lassen zu einer Art Mitsing-Konzert zu gehen und das um eine Zeit, zu der mir normalerweise schon die Augen zufallen. Skeptisch und relativ müde verließen wir die Wohnung. „Wir müssen nicht hingehen, wenn du nicht möchtest“ sagte Nuun verständnisvoll aber doch etwas enttäuscht. „Doch, ich möchte“, versuchte ich mich selber zu überzeugen, „vielleicht tut es mir gut. Wir müssen ja auch mal raus und etwas anderes tun, als immer nur Arbeiten.“ Das klang schon wahrer. So standen wir gegen 22h in einer relativ geordneten und ruhigen Schlange – was für israelische Verhältnisse nicht unbedingt die Regel ist – am Eingang der Yellow Submarine. Das Musiklokal war knallvoll mit Menschen im Alter von 30 und älter; auch viel älter, erstaunlich viel älter! Sie saßen um eng beieinander stehende Tische herum und der Saal war mit Stimmengewirr gefüllt. Unsere Freunde erwarteten uns an einem Tisch direkt an der Bühne. Oh oh, na das fängt ja gut an!

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Heute vor 13 Jahren – Inspiration

Es gibt wohl im Leben eines jeden Menschen gewisse historische Ereignisse, die einen zwar nicht selbst direkt betroffen haben, aber doch so einschneidend waren, dass man sich sein Leben lang daran erinnert wo man war, was man getan hat und vor allem, was man gefühlt hat, als sie sich ereigneten. Ereignisse, nach denen unsere eigene Welt nie mehr die sein konnte, die wir kannten.

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